Bau muss bis 15. Juli abgeschlossen sein
Sporthalle in Niederlangen: Förderung in Gefahr?

Von Katharina Preuth
Ems-Zeitung vom 14.06.2018

Niederlangen. Der Bau der neuen Sporthalle in Niederlangen muss bis zum 15. Juli abgeschlossen sein. Falls nicht, müssen die Gemeinden Nieder- und Oberlangen auf eine Förderung des Landes für ihr gemeinsames Projekt verzichten. „Der Zeitplan ist sportlich, aber wir bekommen das hin“, sagt Niederlangens Bürgermeister Hermann Albers (CDU).

Die Arbeiten an der Sporthalle, die nördlich von Grundschule und Kindertagesstätte gebaut wird, sind in der Endphase. Nicht nur das Gebäude steht bereits, auch der Innenausbau ist weit fortgeschritten. So gibt es Sanitäranlagen, der grüne Hallenboden ist verlegt und Anzeigetafel, Basketballkörbe, Fußballtore und Turnringe warten auf ihren Einsatz. Eine Besonderheit ist ein Bildschirm im Eingangsbereich, der die Sonnenstunden der Photovoltaik-Anlage der Halle anzeigen soll. „Wir können den Bildschirm auch für Werbung nutzen“, erläuterte Albers.

Andererseits sei noch einiges vor der offiziellen Eröffnung zu erledigen, erklärt Oberlangens Bürgermeister Georg Raming-Freesen (CDU). Es fehlen noch Brandschutzwände, eine sogenannte Multimotion-Anlage zum Klettern, die Ausstattung der Tribüne oder Linien auf dem Boden. Insgesamt ist eine Einfeldsporthalle entstanden plus einem 80 Quadratmeter großen Mehrzweckraum, ein Umkleide- und Sanitärbereich sowie eine Tribüne, die Platz für 60 Zuschauer bieten soll.

Die Zeit für die letzten Handgriffe dränge, so Albers. Er spricht von einer hohen Hürde, die sie bis zum 15. Juli bewältigen müssten. Bis dahin laufe die Frist, zu der sie den Bau beenden müssen, um die Fördersumme von 500.000 Euro vom Amt für regionale Landesentwicklung zu bekommen. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf 1,3 Millionen Euro nach aktuellem Stand. Die Bürgermeister zeigen sich optimistisch, dass der geplante Betrag eingehalten werden könne. „Bis jetzt sind wir im Kostenrahmen geblieben“, so Albers. Neben der Fördermittel aus dem Topf für Zuwendungen zur integrierten ländlichen Entwicklung (ZILE) bekommen die Gemeinden Geld aus der Kreisschulbaukasse. Der Betrag von 346.000 Euro wurde zu 60 Prozent als Darlehen und zu 40 Prozent als Zuschuss gewährt.

Die Sporthalle ist ein gemeinsames Projekt der Ober- und Niederlangener und soll auch von beiden Gemeinden genutzt werden. Bislang finden der Sportunterricht der Schule, des Kindergartens sowie der Vereinssport in der Mehrzweckhalle in Niederlangen statt. Diese aus den spätern 1960er Jahren stammende und in den 1980er Jahren renovierte Halle ist aus energetischer Sicht nicht auf dem neusten Stand. Außerdem entspricht sie nicht den Anforderungen des Gemeinde-Unfallversicherungsverbandes.

Ein offizieller Einweihungstermin für die Sporthalle steht noch nicht fest.