Bei der diesjährigen Generalversammlung des SV Eintracht Neulangen in der Gaststätte Knevel gab es neben den Jahresberichten der einzelnen Sportgruppen Ehrungen aktiver Vereinsmitglieder.

Eine Ehrung für 10 Jahre als aktives Mitglied im Verein erhielten Stefan Bruns, Klaus Rusche, Marion Rusche und Jörg Brunen. Für 20 Jahre ist Robert Rusche geehrt worden. Auf eine 30-jährige aktive Mitgliedschaft blickten Brigitte Rusche, Maria Temmen und Norbert Schmees zurück. Der Verein bedankte sich bei der Vereinsgaststätte Knevel, die das 60-jährige Betriebsjubiläum feiern.

Bei den anstehenden Neuwahlen sind die Kassenwarte Robert und Manuela Rusche in ihren Ämtern bestätigt und wiedergewählt worden.

 

Ems-Zeitung, 02.01.2018

Niederlangen. Das Tunschere basteln ist ein alter, bereits aus dem Mittelalter überlieferter Brauch, der hier im Emsland und Ostfriesland auch heute noch vereinzelt gepflegt wird. Alljährlich um die Jahreswende beschenken sich Nachbarn, Verwandte und Freunde mit der sogenannten Tunschere – so auch in Niederlangen.

Dort hält der Heimatverein die Tradition aufrecht und überbringt seit 1998 jährlich die individuell geschmückte Tunschere als „Ehrengabe“ sowie als Dank und kleine Anerkennung an Bürger, die sich für das Gemeinwohl besonders eingesetzt haben. Am Silvesterabend überraschten die Niederlangener Heimatfreunde Elisabeth Hebbelmann, die bis vor zwei Jahren in Niederlangen wohnte, und heute aus gesundheitlichen Gründen bei ihren Verwandten in Lathen zuhause ist, mit diesem traditionellen Präsent. Hebbelmann erhielt die Tunschere „als kleines Dankeschön“ für ihren langjährigen Einsatz bei der seit 1988 bestehenden Schafhaltung des aktiven Niederlangener Heimatvereins. Weiterhin habe sich Hebbelmann als Gründungsmitglied des Vereins über Jahrzehnte mit ihrem inzwischen verstorbenen Mann aktiv an den verschiedenen Veranstaltungen und Einsätzen des Vereins beteiligt, so Vorstandsmitglied Alfons Robbe.

Wie der in Niederlangen geborene und in Jever tätige Pfarrer Walter Albers in seiner Ausarbeitung zu diesem Brauch in der Jahresschrift 2000 „Neerlangen use Heimat“ berichtete, geschah in früheren Jahrzehnten das Austragen der Tunschere sacht und geheimnisvoll. Verwandte, Nachbarn oder Freunde brachten sie am Silvesterabend in der Dämmerung heimlich vor das auserwählte Haus, ohne von jemanden gesehen zu werden. Nach lautem Klopfen suchten sie dann das Weite. Sofort versuchten die Hausbewohner, die Überbringer zu fangen. Doch zu dem Ritual gehörte es, so lange wie möglich unerkannt zu bleiben. So schloss sich eine fieberhafte Suche nach ihnen an. Nachdem sie entdeckt waren, wurden sie ins Haus gebeten und reich bewirtet. Der Brauch war Ausdruck guter Beziehungen und wollte bestehende Verbindungen enger knüpfen, so Albers in seinem Betrag.

Die Ausführung der Tunschere selbst zeigte außerordentliche Vielfalt. Oft wurde sie mit besonderer Mühe reich verziert, aus trockenen Stöcken, die fachmännisch gebogen wurden und durch Abschaben der Oberfläche dichtes Kräuselwerk zeigten, gefertigt

Späterhin wurden die Stöcke nicht mehr abgeschabt, sondern mit kunstvoll geschnittenem Seidenpapier verziert. Vielfach wurden noch Beigaben, wie Neujahrsbriefe, Geschenke, Tannenbaumschmuck hinzugefügt oder es wurde eine Kerze in die Tunschere gestellt.

Die Bezeichnung der Tunschere wird laut Pfarrer Walter Albers nicht einheitlich gebraucht. Südoldenburg, das Saterland und der Hümmling kennen die Wärpelraut. Heute wird nur noch an wenigen Orten zwischen Wärpelraut und Tunschere streng unterschieden; oft werden beide Namen für denselben Gegenstand gebraucht. In Niederlangen ist jedoch nur die Bezeichnung „Tunschere“ überliefert.

Die Tunschere ist von der Grundbedeutung her eine Gartenbescherung. Tuun steht in Ostfriesland für Garten. Schere, scheren kommt von bescheren, teilen, so wird Cornelia Nath von der Ostfriesischen Landschaft in der von Walter Albers erwähnten Arbeit zitiert.

Ems-Zeitung, 04.01.2018

asc Oberlangen. Der Sportverein (SV) Langen bedankt sich bei den vielen Ehrenamtlichen im Verein mit einem Dankeschön-Abend, an dem mehr als 60 Mitglieder teilnahmen.

Es gebe viele Situationen, in denen Ehrenamtliche sich Lob, Dank und Anerkennung verdient hätten, sagte Heiner Ameln, 2. Vorsitzender des Vereins. Manchmal aber würden die Worte fehlen, um das Engagement dieser Menschen auch angemessen zu würdigen, sagte er bei seinen Dankesworten an die Ehrenamtlichen. Der SV Langen lebe von vielen Menschen, die sich ehrenamtlich für den Verein einsetzten und unterwegs seien. Dies sei in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich und gebühre großem Lob, so Ameln weiter.

Bei dem Dankeschön-Abend im Gemeindehaus bedankte sich der Vorstand bei den Mitgliedern für die Arbeit im Verein. Sie seien ein Rückgrat, auf das sich der SV Langen stets verlassen könne. Mehr als 60 Ehrenamtliche hatten teilgenommen. Nach einer kleinen Wanderung vom Tennishaus zum Gemeindehaus und einer Stärkung hat das Vorbereitungsteam des Sportvereins ein spielerisches Rahmenprogramm für die Ehrenamtlichen vorbereitet. Im Jahre 1946 ist der Verein gegründet worden, der derzeit mehr als 700 Mitglieder hat. Den Mitgliedern wird eine breite Palette an Sportarten wie Fußball, Tischtennis, Tennis, Gymnastik und Leichtathletik angeboten. (Text: Andrea Schmees, Ems-Zeitung 04.01.2018)

Trainerlehrgang in Niederlangen-Siedlung absolviert

Zehn Eintrachtler dabei

 

Ems-Zeitung, 04.01.2018

asc Niederlangen-Siedlung. Ein Höhepunkt im Vereinsjahr des SV Eintracht Neulangen war der C-Lizenz-Lehrgang, der in Niederlangen-Siedlung stattgefunden hat. Vorsitzender Konny Holthaus freute sich während der Generalversammlung vor allem darüber, dass 10 der 20 Kursteilnehmer von der Eintracht stammten.

Wie Holthaus auf der Versammlung in Niederlangen-Siedlung ausführte, sei dieser Kurs der einige Lehrgang im nördlichen Bereich gewesen. Die Teilnehmer hätten an 27 Terminen insgesamt 120 Lerneinheiten absolviert. Alle 20 Teilnehmer hätten den Kurs auch bestanden. Laut Holthaus würden Trainer immer gesucht und durch den Lehrgang könne die Qualität einer Mannschaft gesteigert werden.

Aus dem Jahresrückblick des Vorstandes ging hervor, dass sich die aktuell 683 Mitglieder des SV Eintracht Neulangen über neue Tore auf dem Sportgelände an der Kastanienstraße freuen können. Norbert Schmees berichtete, dass derzeit die Arbeiten für die Erweiterung der Flutlichtanlage auf dem Sportplatz in Sustrum-Moor laufen würden. Diese Arbeiten sollen voraussichtlich Ende Februar abgeschlossen sein. Dann stünden dem Verein vier gut ausgeleuchtete Fußballplätze zur Verfügung.

Gute sportliche Erfolge verzeichnete die C-Mädchen-Fußballmannschaft unter der Leitung von Anna Kässens, Johannes Kässens und Manfred Runde. Das Team hat die Meisterschaft gewonnen und stieg in die Kreisliga auf, so Johannes Kässens. Der Trainer der ersten Herren-Fußballmannschaft, Stefan Thien, berichtete, dass man aufgrund zahlreicher verletzter Spieler mäßig in die Saison eingestiegen sei. Dies solle sich aber zur Rückserie ändern. Derzeit belege die Mannschaft den 9. Tabellenplatz in der 1. Kreisklasse Nord. Erfreut ist Thien über die Verstärkung durch den neuen Betreuer Hendrik Schutte und die Spieler Malte Deermann und Hendrik Deters. Die zweite Herren-Fußballmannschaft befindet sich laut Horst Hebbelmann derzeit auf dem siebten Tabellenplatz.

Wie Hermann Schulte der Versammlung berichtete, befindet sich die Bezirksliga-Damenmannschaft derzeit im gesicherten Mittelfeld der Tabelle. Einen Zuwachs von sieben Spielerinnen konnte das Team verzeichnen. Aufgrund von drei langfristig ausgefallenen Spielerinnen sei der Zuwachs ein Glücksfall für die Mannschaft, so Schulte.

Die Altherren-Fußballmannschaft richtete im Rahmen der Sportwoche das Samtgemeindepokalturnier aus. Als Sieger ging der Raspo Lathen aus dem Wettstreit hervor. Im Penalty-Schießen gewann der SV Eintracht Neulangen. Eine der stärksten Gruppen im Verein sind Martina Meyerrose zufolge die vier Gymnastikgruppen. Derzeit seien es in einer Gruppe mehr als 30 Teilnehmer im Alter von 23 bis 60 Jahren.

Ehrungen erhielten im Zuge der Versammlung für 30-jährige aktive Mitgliedschaft Brigitte Rusche, Maria Temmen und Norbert Schmees. Seit 20 Jahren gehört Robert Rusche dem Verein an und seit zehn Jahren Stefan Bruns, Klaus Rusche, Marion Rusche und Jörg Brunen. Wie Vorsitzender Holthaus mitteilte, hat Johannes Kässens den DFB-Ehrenamtspreis des NFV Emslandes erhalten. Dank richtete der Verein an die Vereinsgaststätte Knevel, die das 60-jährige Betriebsjubiläum feierte. Bei den Wahlen zum Vorstand wurden die Kassenwarte Robert und Manuela Rusche in ihren Ämtern bestätigt.

Niederlangens Bürgermeister Hermann Albers freute sich über den Erfolg mit dem C-Lizenz-Lehrgang. Es sei eine große Veranstaltung mit Außenwirkung für den Verein, so Albers. Für die gute Zusammenarbeit in den Spielgemeinschaften bedankte sich Hans Voßkuhl vom SV Langen. Man habe gemeinsam Erfolge gefeiert, aber auch schwere Zeiten gemeistert. (Text: Andrea Schmees, Ems-Zeitung, 04.01.2018)