In direkter Nachbarschaft zur „Alten Schmiede“ in Niederlangen errichtet das Rheder Bauunternehmen Terfehr eine Wohngemeinschaft (WG) für Senioren. Im Frühjahr 2018 könnte der Einzug sein.

„Klassisch wie in einer Studenten-WG“ sollen die zwölf Senioren nach dem Konzept des Investors Gerrit Terfehr in der „ambulant betreuten Seniorenwohngemeinschaft“, wie es in der Fachsprache heißt, leben. Die Parallele zur Studenten-WG ist die Selbstbestimmung. Weil das Konzept auf pflegebedürftige Menschen abzielt, gibt es für die zwölf Bewohner eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung in ihrer altersgerechten Unterkunft. „Der Pflegedienst ist dort zu Gast“, sagt Terfehr. Zu Anfang wird die Caritas diesen Dienst anbieten. „Das geben wir so vor.“ Später sollen die Senioren, die Mieter der Zimmer sein werden, in vierteljährlichen Treffen immer wieder neu über den Anbieter abstimmen, erklärt Terfehr weiter. Ebenfalls selbstbestimmt soll der Tagesablauf der Senioren sein. Beispielsweise entscheiden sie selbst darüber, was gegessen wird und bereiten ihre Mahlzeiten auch selbst zu, so weit möglich. Für den Unternehmer stellt das Modell eine Alternative zu einem Pflegeheim dar.

Neben einer permanent anwesenden Pflegekraft sollen zusätzlich eine Hauswirtschafterin und eine ehrenamtliche Kraft für die Wohneinheit zur Verfügung stehen. Laut Kirchner ergibt sich eine personelle Belegschaft aus 12 bis 15 Kräften – neu geschaffene Arbeitsplätze, wie Kirchner weiter ausführt.

Auf einer Gesamtfläche von 500 Quadratmetern bekommt jeder der zwölf Bewohner ein rund 18 Quadratmeter großes Zimmer plus eigenem Bad, erklärt Johannes Kirchner, Prokurist der eigens für den Neubau gegründeten Terfehr Projektentwicklung GmbH. Treffpunkt im Haus für alle ist der gut 113 Quadratmeter große Koch-, Ess- und Wohnbereich. Zur Ausstattung gehören Notrufsysteme, sagt Terfehr, dessen Baufirma weitere Seniorenwohnanlagen in Papenburg, Dörpen, Surwold und Lathen hat. „Wir haben aber noch einige Gemeinden in der Pipeline“, sagt Seniorchef Günther Terfehr. „Wir wollen Vorreiter und auch Marktführer sein.“ 1,5 Millionen Euro investiert die Projektgesellschaft in das Gebäude, dessen Eigentümer sie auch sein wird. Zusätzlich entstehen an der Niederlangener Mühlenstraße auf dem Nachbarareal fünf barrierefreie Reihenhäuser. Baustart soll ab Frühjahr2017  (August 2017) sein, die Fertigstellung etwa ein Jahr später.

Auch die Gemeinde Niederlangen steigt in die Umgestaltung des Geländes mit ein. Sie will den angrenzenden Platz rund um die Alte Schmiede erneuern, teilte Bürgermeister Hermann Albers mit. Angedacht ist, eine Art Bühne und weitere Aufenthaltsmöglichkeiten zu schaffen. (Ems-Zeitung, 18.12.2016 von Maike Plaggenborg)

 

Auskünfte erteilt:

Bürgermeister Hermann Albers, Tel. 0 59 33 / 2 78, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

ambulant betreuten Seniorenwohngemeinschaft

fünf barrierefreie Reihenhäuser

 

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